Bei Cathedrals handelt es sich um eine Fantasie über Giovanni Gabrielis Canzon primi toni aus den "Sacrae Symphoniae" von 1597, das erste Stück unseres heutigen Konzerts.
Cathedrals beschreibt Salfelder als "Abenteuer in der Musik der NeoRenaissance", was die Sitzordnung, die antiphonalen Eigenschaften, den Kontrapunkt des 16. Jahrhunderts und die kanonischen Texturen betrifft.
Die Form des Stücks folgt dem Goldenen Schnitt (1:1,618), der sich nicht nur in Natur und Kunst, sondern auch in Motetten und Messen von Renaissance-Komponisten wie Palestrina oder Lassus findet.
Der Goldene Schnitt in Takt 141, dessen Umgebung und daraus extrapolierte Unterteilungen sind hörbar markiert, häufig z.B. durch Kadenzen, Veränderungen in der Struktur oder die Nebeneinanderstellung von Ideen.
Die Komposition stellt eine Synthese aus Alt und Neu dar, indem sie das Rätselhafte und den Zauber von Gabrielis räumlicher Musik aufruft und mit einer reichen Palette an Klangfarben, modalen Harmonien sowie Holzbläsern und Percussion-Strukturen verwebt.